Superfood

Fotocredit: Michael Ratmayer  by styriaverlag

Wann ist ein Lebensmittel ein Superfood? Kann man die sog. „Super-Lebensmittel“ auch in Österreich finden? Oder macht nicht vielmehr die
Kombination das Essen wertvoll? Diesen Fragen gehen Diaetologin Barbara A. Schmid und Meisterkoch Aaron Waltl in ihrem Buch nach.

Von der Knochen-, Herz- und Darmgesundheit über entzündungshemmende Wirkung, Schutz für Gelenke, stabiler Blutzucker bis zur Ernährung für Haut und Haare: Diaetologin Barbara A. Schmid und Meisterkoch Aaron Waltl haben 60 köstliche Rezepte entwickelt, die ausschließlich aus heimischen Lebensmitteln bestehen und viel Genuss mit gesundheitsfördernden Nährstoffkombinationen bieten. Sie zeigen, wie natürliche Ernährung geschickt im persönlichen Alltag eingebaut werden kann.

Das Buch ist das erste Superfood-Buch, das dem Thema Superfood kritisch begegnet und allen Lebensmitteln, vor allem den heimischen wieder eine „Chance“ gibt, verspricht Diaetologin Barbara A. Schmid im Interview.

Hand aufs Herz: Gibt es wirklich Superfood?

Eigentlich nicht. Kein Lebensmittel kann, für sich selbst und getrennt von anderen Lebensmitteln verzehrt, alle erforderlichen Nährstoffe abdecken und für sich allein in Anspruch nehmen, in einem bestimmten Ausmaß gesundheitsfördernd zu sein. Der Schlüssel liegt in der gut durchdachten Kombination von Lebensmitteln, so wie es bei den 60 entwickelten Rezepten in unserem Buch der Fall ist.

Fotocredit: Michael Ratmayer  by styriaverlag

Darüber hinaus werden meist pflanzlichen Lebensmittel (vor allem Samen, Kräuter, Obst und Gemüse) mit dem Begriff Superfood in Verbindung gebracht. Was den Eindruck erweckt, dass andere Lebensmittelgruppen, wie Fisch, Fleisch, Ei, Öle, Hülsenfrüchte, Getreide und Milchprodukten eben nicht „super“ sind. Und das stimmt so nicht. Die Kombination macht das Essen wertvoll.

Wie wichtig ist die Regionalität für eine wertvolle Ernährung?

Das Verwenden von heimischen Lebensmitteln, ist mir ein ganz besonderes Anliegen. Wichtig ist, dass die Konsumenten wieder Vertrauen in die heimischen Lebensmittel gewinnen und in diese Richtung ihre Kaufentscheidung lenken. Österreichische Lebensmittel punkten in Gegensatz zu ausländischen mit Transparenz, was Anbau, Tierhaltung, Herstellung und Transport anbelangt und das ist – vor allem in Zeiten der Globalisierung – von größter Wichtigkeit. Unsere Bauern brauchen uns als Konsumenten, was leider oft vergessen wird.  Die Verwendung heimischer Lebensmittel ist somit eine Win-Win-Situation für Konsumenten und landwirtschaftlichen Betriebe; das sollte uns bei jedem Einkauf bewusst werden.

Ist Essen heute nicht mehr als nur Nahrungsaufnahme? Ist es zum Lifestyle geworden?

Absolut! „Was-ich-esse“ gibt Aufschluss über „Wer-ich-bin“. Durch die persönliche Ernährungsentscheidung im Restaurant, am Würstelstand, in Burger-Fastfoodketten, am Curry-Point oder für bzw. gegen Superfood vermittelt der Konsument nach Außen ein bestimmtes Bild von sich; das sogenannte Image. Vor allem junge Menschen, deren Ernährungsverhalten und Persönlichkeit noch nicht gefestigt sind, nützen diese „Essens“- Bühne zur Selbstdarstellung. Diese Entwicklung zeigt, wie wichtig es ist, dem Verzehr von Essen außer Haus entgegenzusteuern, in dem wieder vermehrt Mahlzeiten zu Hause mit der Familie zubereitet und konsumiert werden. Eines muss dabei jedoch gewahrt werden: Kochen muss einfach bleiben. Unsere Rezepte überzeugen auch wegen Ihrer alltagstauglichen leichten Kochanleitung.

Buchtipp

image001Superfood: natürlich, heimisch, saisonal

Ein Kochbuch für gesunden Genuss im Alltag – mit den besten Produkten aus der heimischen Natur! Der Verkaufspreis ist € 24,90.