Neuer Trend: CrossFit

Zehn Disziplinen – eine Methode:  Das neuartige Fitnesskonzept aus den USA verspricht einen umfassenden Fitness-Status, der einen in der Bewältigung des Alltags unterstützt. Die Trainingseinheiten sind kurz, aber intensiv.

(Foto: Thinstock, gmast3r, iStock)

Turnen, Ausdauertraining und Krafttraining in einem: Wir kennen es alle aus unserer Schulzeit – das Zirkeltraining. Doch was so altmodisch klingt, ist heute moderner denn je. Denn beim CrossFit – wie das Zirkeltraining des 21. Jahrhunderts genannt wird – trainiert man den ganzen Körper mit nur einer „Sportart“. Das trifft den Puls der Zeit: Denn Stress und Zeitmangel sind für viele Menschen der Hauptgrund, keinen Sport zu machen. Bei einem CrossFit-Workout kann man hingegen in kurzer Zeit maximale Resultate erzielen. Und das ganz ohne Trainingsmaschinen, auf Basis von Alltagsbewegungen wie z.B.: Kniebeugen.

Der Ursprung

CrossFit wurde in den 90er Jahren vom ehemaligen High-School-Turner Greg Glassman entwickelt. „Die grundlegende Idee hinter diesem Fitnesskonzept besteht darin, sich nicht in einzelnen Disziplinen zu spezialisieren, sondern eine breitgefächerte, überdurchschnittliche Fitness zu erlangen, die uns den Lebensalltag erleichtern soll“, so CrossFit-Coach Julian Vedrilla. CrossFit hat sich in den USA in den letzten Jahren zum Trendsport entwickelt, der  nun auch in Österreich immer mehr begeisterte Anhänger findet.

Faszination CrossFit

„Uns fasziniert vor allem der gesamtheitliche Ansatz dieser Methode, also nicht speziell eine Disziplin zu trainieren, sondern ein umfassender Generalist in Punkto Fitness zu werden“, so Saye und Julian Vedrilla, die das CrossFit Vienna The Starship im T-Center am Rennweg leiten.

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Saye und Julian Vedrilla (Foto: Michael Wurm)

„Wir trainieren bei CrossFit stets den gesamten Körper durch funktionelle Bewegungen und nicht einzelne Muskelpartien wie im üblichen Krafttraining an Trainingsmaschinen. Wir trainieren Kraft, Kraftausdauer, Ausdauer, Flexibilität, Leistung, Schnelligkeit, Koordination, Balance, Geschicklichkeit und Bewegungsgenauigkeit – und das alles in nur einem Training. Außerdem ist das täglich unterschiedliche Training in der Gruppe extrem motivierend und macht richtig Spaß.“

Trainieren wie die US Navy Seals

Von der Mama über den Spitzensportler bis hin zum Großvater: Auch wenn CrossFit den Beinamen „das härteste Training der Welt“ trägt – immerhin trainieren die US Navy Seals bereits seit Jahren nach dieser Methode – „ist CrossFit für jeden unterschiedlichen Fitnesslevel geeignet „, so CrossFit-Coach Saye Vedrilla. „Jede der CrossFit-Übungen ist an den jeweiligen Fitnesslevel anpassbar. Wer beispielsweise keine Liegestütze ausführen kann, macht sie auf den Knien bzw. stellt sich schräg gegen eine Wand. So kann das Bewegungsmuster an der jeweiligen Intensitäts-Obergrenze ausgeführt werden, so dass auch unsportliche bzw. übergewichtige Menschen die Möglichkeit haben, ein Workout an ihrer individuellen Belastungsgrenze zu absolvieren.“

CrossFit-Workouts besteht aus vier Teilen

  • Im Warmup werden Herz-Kreislauf, Muskulatur, Sehnen, Bänder und Gelenke auf die Belastung vorbereitet.
  • Im Technik bzw. Skills Teil werden die im Workout verwendeten Techniken bei geringem Gewicht bzw. geringer Intensität geübt.
  • Das WOD  (Workout of the day) ist das Herzstück des Trainings: ein intensiver, kurzer Zirkel bestehend aus Turnen, Ausdauer und Kraftsport.
  • Das Cooldown rundet mit Entspannung, Streching, Mobility Work und Triggerpunktmassagen das Workout ab.

„Nach nur rund 55 Minuten ist eine CrossFit-Einheit beendet“, so das Team Vedrilla. „Wir empfehlen das Training zweimal pro Woche als Begleitung zu anderen Sportarten bzw. ab dreimal pro Woche, wenn sonst keine andere Sportart ausgeübt wird. CrossFit hat unser Leben grundlegend verändert. Wir können nur jedem raten, es selbst auszuprobieren: Sie werden begeistert sein!“

Weiterführende Informationen

Autorenschaft: Mag. Katharina Tentschert, Publizistin im Bereich Gesundheitskommunikation, in Abstimmung mit Saye und Julian Vedrilla, CrossFIT-Coach (Stand: Jänner 2014)