Muttermalkontrolle

(Foto: Shutterstock, Image Point Fr)

Wichtigste Vorsorge für die Haut: Schon Kinder an die Vorsorgethematik heranzuführen, ist der Hautärztin Dr. Tamara Meissnitzer ein wichtiges Anliegen. In ihrer Wahlarztordination in Laxenburg bietet sie Muttermalkontrolltermine für die ganze Familie.

Die Haut ist das größte Organ des Körpers und weist zahlreiche individuelle Merkmale auf. Muttermale entstehen nach der Geburt im Laufe der Kindheit bzw. Jugend und sind für gewöhnlich gutartig. Fast jeder Mensch hat Muttermale auf seiner Haut, im Schnitt finden sich etwa 20 Stück davon auf der Haut eines Erwachsenen. Die in der Fachsprache „Naevuszellnaevi“ genannten Muttermale, werden aus Pigmentzellen geformt, die in Nestern in der Haut liegen. Je nach Pigmentgehalt und Lage in der Haut erscheinen Muttermale heller oder dunkler, bräunlich oder schwärzlich bzw. sogar bläulich.

Das Melanom – Diagnose Hautkrebs

In seltenen Fällen kann sich aus einem Muttermal der so genannte schwarze Hautkrebs, das Melanom, entwickeln. Das Melanom ist eine hochgradig bösartige Krebserkrankung, die früh über Lymphwege und Blutbahn in Lymphknoten und Organe streut.

Achtung! Dabei handelt es sich um die häufigste tödlich verlaufende Hautkrankheit, wobei die Anzahl an Neuerkrankungen weltweit im Ansteigen begriffen ist.

Auffälligkeiten und Veränderungen medizinisch abklären lassen!

Lassen Sie die nachstehenden Auffälligkeiten bzw. Veränderungen medizinisch abklären:

• Muttermale, die nicht symmetrisch sind (z. B. nicht rund oder oval).
• Mutterale, die unregelmäßig oder unscharf sind.
• Muttermale mit einer unregelmäßigen Pigmentierung (Mehrfarbigkeit).
• Muttermale mit einem Durchmesser größer als 5 mm.
• Jede Veränderung an einem bestehenden Muttermal.

Weitere Veränderungen, die oft vom Patienten selbst bemerkt und zum Anlass für einen Arztbesuch genommen werden, sind Blutungen, Juckreiz, Größenzunahme, Farbänderung und andere ähnliche Auffälligkeiten.

Risikofaktoren im Überblick

Zu den wichtigsten Risikofaktoren für die Entstehung eines Melanoms zählen
• heller Hauttyp
• rote oder blonde Haare
• helle Augenfarbe
• hohe Anzahl von Muttermalen
• intensive UV-Exposition
• häufige Sonnenbrände, insbesondere in der Kindheit.

Ein weiterer Risikofaktor liegt vor, wenn in der Verwandtschaft bereits ein Melanom aufgetreten ist.

Muttermalkontrolle – am besten regelmäßig und jährlich!

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Dr. Tamara Meissnitzer (Foto: Bernd Bogensberger)

„Die wichtigste Maßnahme zur Früherkennung eines Melanoms ist neben der Selbstbeobachtung die regelmäßige Muttermalkontrolle“, empfiehlt Dr. Tamara Meissnitzer. „Dabei wird vom Hautarzt jedes einzelne Muttermal mit einer speziellen Handlupe, dem Dermatoskop, angesehen und beurteilt. Veränderte Muttermale können je nach Risikoprofil entweder gleich zur operativen Entfernung vorgemerkt werden oder auch computerunterstützt dokumentiert (fotografiert) und kurzfristig innerhalb von wenigen Monaten verlaufskontrolliert werden.“

„Der beste Zeitpunkt zur Muttermalkontrolle ist in der sonnenarmen Jahreszeit, wenn die Haut möglichst blass und das Pigment in den Muttermalen nicht durch UV-Licht aktiviert ist“, so die Hautärztin. „Je nach der Anzahl der Muttermale sind Kontrollen im Abstand von 1-2 Jahren ausreichend. Bei vielen auffälligen Muttermalen können auch engmaschigere Kontrollen notwendig werden.“

Muttermalkontrolltermin für die ganze Familie

„Eine Kontrolle der Muttermale macht auch im Kindes- und Jugendalter bereits Sinn; spätestens ab dem frühen Erwachsenenalter sollten regelmäßige Begutachtungen durch den Hautarzt stattfinden“, empfiehlt Dr. Tamara Meissnitzer. „Ich biete in meiner Wahlarztordination ein Familienpaket zur Muttermalkontrolle an, um bereits die Kleinsten in einer entspannten und familiären Atmosphäre an die Thematik heranzuführen und ihnen von Anfang an zu vermitteln, dass regelmäßige Hautchecks genauso selbstverständlich sein sollten wie der jährliche Kontrollbesuch z. B. beim Zahnarzt. Die Muttermalkontrolle ist die Vorsorgeuntersuchung schlechthin in meinem Fachbereich. Deshalb ist mir die Leistbarkeit auch für Familien ein wichtiges Anliegen.“

Bewusster Umgang mit der Sonne

Der wirksame Schutz der Haut vor zu viel Sonneneinstrahlung ist eine der wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen zur Vermeidung von Hautkrebs.

Folgende Tipps helfen beim bewussten Umgang mit der Sonne:
• Die direkte Sonne zwischen 11 und 15 Uhr meiden.
• Nie ohne Sonnencreme in die Sonne!
• Vernünftige Menge an Sonnencreme mit ausreichendem Lichtschutzfaktor verwenden.
• Besonders auf exponierte Körperteile achten wie Schultern, Ohren, Nase, Nacken, Dekolleté.
• Den Sonnenschutz regelmäßig erneuern; v.a. bei Freizeitaktivitäten, die mit Schwitzen und Wasser verbunden sind.
• Evtl. schützende Kleidung aus Baumwolle oder UV-dichtem Material tragen (Kappe, T-Shirt).
• Achtung vor Streustrahlung im Schatten! (Meer, Strand, Schnee)
• Unbedingt auch die Augen schützen!

Tipps für Eltern!

„Kinder sollten vor Vollendung des 2. Lebensjahres überhaupt nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden“, rät Dr. Tamara Meissnitzer. „Kinderhaut ist sehr dünn und ausgesprochen empfindlich. Bitte achten Sie darauf, dass Ihre Kinder immer mit ausreichendem Sonnenschutz und/oder Sonnenschutzkleidung ausgestattet sind.
Sonnenbrände insbesondere vor dem 14. Lebensjahr verursachen eher Spätfolgen wie Hautkrebs als die des Erwachsenenalters. Die Haut vergisst nichts. Vergessen auch Sie nicht auf Ihre Haut.“

Autorenschaft: Mag. Verena Flatischler, Kommunikationsberaterin in Wien, in Abstimmung mit Dr. Tamara Meissnitzer, Hautärztin (Stand: April 2015)

Weiterführende Informationen

Dr. Tamara Meissnitzer