Homöopathie

(Foto: Zlatan Durakovic – Fotolia.com)

Keine Lust auf Schule? Ja sogar Angst und Albträume? Homöopath Dr. Holger Förster, Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde, gibt stellvertretend für die Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin Tipps für homöopathische Unterstützung.

Jetzt hat sie wieder begonnen, die mehr oder weniger herbeigesehnte Schulzeit. Nach zwei Monaten fast grenzenloser Freiheit kommt langsam wieder Struktur in den Alltag. Prinzipiell eine gute Sache, doch oft mit viel Stress verbunden: Dauerbeobachtung, Leistungskontrolle, Fehler werden gesucht und rot angestrichen oder auch Streit und Mobbing unter Mitschülern. Selbst einem Erwachsenen würde solch ein Umfeld alles abverlangen. Kein Wunder also, dass eine labile Kinderseele schnell aus dem Gleichgewicht gerät.

Ein liebevolles Zuhause stärkt

„Unterstützen Sie Ihr Kind im Ausleben seiner individuellen Fähigkeiten und schaffen Sie Raum für ein Leben neben der Schule. Vermitteln Sie Ihrem Kind, durch einen liebevollen, harmonischen, respektvollen und altersentsprechenden Umgang, Geborgenheit und Sicherheit“, rät Dr. Holger Förster Eltern, die ihn alljährlich gerade zu Schulbeginn aufsuchen.

Homöopathische Unterstützung

Neben tatsächlichen medizinischen Problemen wie Entwicklungsstörungen, Seh-Hör-Schwächen oder Sprachauffälligkeiten kommt es immer wieder zu reaktiven Regulationsstörungen, die unter anderem auch homöopathisch gut behandelt werden können. Die homöopathische Arznei verändert dabei nicht das Wesen, sondern stabilisiert vielmehr die Persönlichkeit, hält sie in der Balance, um so äußeren Einflussfaktoren besser entgegenwirken zu können.

Homöopathie kann u. a. helfen bei

  • Schulangst: Ein schwaches, ängstliches und nervöses Kind, das eventuell auch mit Blasen- und Darmproblemen auf eine bevorstehende Prüfung reagiert und kaum mehr Leistung aufbringen kann, kann von einer homöopathischen Behandlung profitieren. Ebenso wie Kinder, die ebenfalls schüchtern, nervös und ängstlich, das vor allem neuem gegenüber unaufgeschlossen sind; die Ängstlichkeit kann jedoch auch mit starker Unruhe verbunden sein.
  • Stimmungsschwankungen: In speziellen Altersphasen tendieren Kinder und Jugendliche zu unvorhergesehenen Stimmungsschwankungen, in denen sie sich selbst und der Umwelt das Leben schwer machen können. Homöopathische Mittel können hier sanft und erfolgreich Abhilfe schaffen.
  • Konzentrationsschwierigkeiten: Stundenlang sitzen und aufpassen – das fällt vielen Schulkindern schwer. Die fehlende Konzentration bringen Lehrer und Eltern gleichermaßen an die Grenze ihrer Belastbarkeit. Auch hier kann die Homöopathie weiterhelfen.
  • Hyperaktivität: Die Kombination aus Konzentrationsstörung und Hyperaktivität wird – leider viel zu oft – als ADHS diagnostiziert und mit sehr stark wirksamen Medikamenten behandelt. Neben der Abklärung eventuell zu Grunde liegender organischer Ursachen bietet auch hier die Homöopathie nach einem ausführlichen Anamnesegespräch eine Möglichkeit der Regulation durch eine Dauertherapie über mehrere Wochen oder Monate.
  • ADHS: Gerade die Therapie von ADHS erfordert von allen Beteiligten viel Geduld und ein intensives Auseinandersetzen mit der Problematik. Eine homöopathische Therapie schließt andere Hilfen wie zum Beispiel Diät, psychologische Unterstützung und Ergotherapie natürlich nicht aus.

Psychosomatische Beschwerden

Chronische Bauchschmerzen oder Kopfweh: Die Homöopathie bietet auch bei psychosomatischen Probleme Arzneien, mit denen Beschwerden höchst erfolgreich therapiert werden. Gerade bei diesen Krankheitsbildern ist allerdings eine genaue medizinische Untersuchung unbedingt erforderlich, um eventuelle organische Ursachen sicher ausschließen zu können.

Homöopathika können in jedem Fall helfen, da jede Erkrankung auch bei klaren medizinischen Diagnosen und bei einer bestehenden (medikamentösen) Therapie homöopathisch mit begleitet werden kann – wie etwa bei Legasthenie, bei der Ergotherapie und Logopädie mit Globuli unterstützt werden.

Vertrauen ist wichtig

Jede homöopathische Arznei wird individuell auf jedes Kind und seine Bedürfnisse abgestimmt. Deshalb ist es wichtig, zuvor sein Kind genau zu beobachten und ein ausführliches Anamnesegespräch mit einem homöopathischen Arzt oder Ärztin seiner Wahl zu führen. Schließlich kann die Therapie nur dann Erfolg haben, wenn Vertrauen zwischen Arzt und Patient vorhanden ist.

Weitere Informationen

Autorenschaft: eine Information der Österreichische Gesellschaft für Homöopathische Medizin, ÖGHM, (Stand: September 2015)